Trend – Newsletter 3-2011

Zuweiser-Marketing war gestern: Kliniken setzen auf Controlling

Krankenhäuser konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft, statt Arztadressen selbst zu recherchieren.

Um ihre Betten optimal auszulasten, setzen Krankenhäuser vermehrt auf Zuweiser-Controlling. Dabei überprüfen sie, welche Ärzte regelmäßig, welche selten oder gar nicht einweisen und welche Neuniederlassungen es im Einzugsgebiet gibt. Das Klinikum Itzehoe, akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Kiel und Lübeck, wertet einmal jährlich die Zuweiser-Statistiken aus. Controller Sebastian Feistkorn sagt: "Bei der Analyse der Einweiser-Statistiken kam es immer mal wieder zu Ungereimtheiten in den Datensätzen. An manchen Stellen tauchten Ärzte mehrmals auf." Daher hat das Klinikum Stammdaten von Ärzten über ArztData bezogen – inklusive der Betriebsstätten-Nummer (BSNR) und der Lebenslangen Arztnummer (LANR). Ärzte sind so eindeutig identifizierbar. Das hat den Workflow im Klinikum Itzehoe verbessert, meint Feistkorn: "Früher mussten wir Ungereimtheiten aufwendig nachrecherchieren. Das hat sich letztlich in den Betriebskosten niedergeschlagen."

Infos für Ihre Branche unter:
www.arztdata.de/pakete/pakete.htm

 

Erotische Kunst: Medizin-Management-Preis auf Vernissage verliehen

Clemens Schaare von der Carl Zeiss Meditec AG mit der Urkunde des Medizin-Management-Preises.

Die Carl Zeiss Meditec AG hat den Medizin-Management-Preis 2011 für das Strahlen-Therapiegerät Intrabeam gewonnen. Laudator Prof. Dr. Dr. Konrad Obermann verlieh den Preis an Clemens Schaare im Rahmen der Vernissage "Die Kunst der Radiertechnik" im Büro der ArztData GmbH. Anschließend stellte Dr. Alvaro Rebolledo Godoy, Facharzt für Neurochirurgie und ehemaliger Leiter des Erotic Art Museum in Hamburg, die Technik des Radierens vor. Die Mitarbeiter von ArztData dürfen sich freuen: Sie arbeiten noch mehrere Wochen im Angesicht der teils lustigen, teils erotischen Werke der Radierkunst.

Infos und Fotos unter:
www.medizin-management-verband.de/medizin-management-preis

 

Kommentar von Bodo Kröger zum Versorgungsstrukturgesetz:
Nicht Patienten sind die Gewinner, sondern Anwälte

ArztData-Geschäftsführer Bodo Kröger: Es ist unwahrscheinlich, dass der spezialärztliche Sektor je Realität wird.

Wenn das Versorgungsstrukturgesetz in der geplanten Fassung in Kraft tritt, gibt es einen Gewinner: die Anwaltschaft. Denn das Gesetz wird wegen etlicher Ungenauigkeiten Streit entfachen zwischen Ärzten, Krankenkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Auf die Sozialgerichte dürfte dann einiges an Arbeit zukommen.

Die Versorgungsprobleme wird das Gesetz jedoch kaum lösen. Beispiel spezialärztlicher Sektor: Seltene Krankheitsbilder sollen Krankenhäuser und niedergelassene Fachärzte zu gleichen Bedingungen behandeln können. Klingt nach einer guten Idee. Allerdings ist für diesen Sektor keine Mengenbegrenzung vorgesehen. Das heißt für Ärzte, dass sie in diesem Bereich uneingeschränkt Geld verdienen können. Berufseinsteiger hätten künftig also die Wahl zwischen einer Karriere im Ausland oder als Spezialarzt. Die Unterversorgung in den ländlichen Gebieten wird das nicht beheben, sondern eher verstärken.

Allerdings hat der Gesundheitsausschuss des Bundesrats dafür plädiert, den spezialärztlichen Sektor aus dem Gesetz herauszulösen und gesondert zu verhandeln. Zu viele Fragen seien ungeklärt. Wenn das geschieht, wird der dritte Sektor wohl nie Realität werden. Das wäre das Ende einer eigentlich guten Idee.

 

Ärzte-Datenbank: Über 400 Änderungen pro Tag

Ärzte-Datenbank: Über 400 Änderungen pro Tag.

In den vergangenen zwölf Monaten haben die Mitarbeiter der ArztData GmbH 146.396 Aktualisierungen an der Arztdatenbank vorgenommen. Das sind mehr als 400 Neuerungen pro Tag – Wochenenden und Feiertage mitgezählt. Rund 14.000 Ärzte sind in dieser Zeit ausgeschieden, 8.805 Mediziner haben sich neu niedergelassen. Ihre Praxis verlegt haben 7.276 Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten. Hinzu kommen zahlreiche neue Adressdetails wie beispielsweise E-Mailadressen, Facharztbezeichnungen und ärztliche Schwerpunkte.

Wenn Sie Ihre Arztadressen aktualisieren lassen wollen, zahlen Sie – neben der Abgleichpauschale – nur für die korrigierten und neuen Adressen. Bei hoher Datenqualität ist dies günstiger als ein Neukauf. Hier finden Sie weitere Informationen zur Adress-Aktualisierung:
www.arztdata.de/services/adressbereinigung.htm